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Eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Innen- und Rissqualität ist die gezielte Erstarrung des Stranges in der Sekundärkühlung. Wiedererwämungsvorgänge und Schwankungen der Erstarrungsgeschwindigkeit zwischen den einzelnen Kühlzonen können Risse und unerwünschte Seigerungen hervorrufen.
In der Regel wird die Strangoberflächentemperatur des erstarrenden Strangs erst nach Verlassen der Sekundärkühlung gemessen. Um aussagekräftigere Erkenntnisse über die ortsaufgelöste Kühleffizienz der Sekundärkühlung zu erhalten, ist eine flächenhafte Temperaturmessung bereits zwischen den einzelnen Kühlzonen eine wesentliche Voraussetzung. Hierzu wurde ein Temperaturscanner entwickelt, der innerhalb der Sekundärkühlung an verschiedenen Positionen eingesetzt werden kann.
Für eine repräsentative Beurteilung der Strangoberflächentemperatur muss der Einfluss des Zunders auf das Messergebnis eliminiert werden. Dies erfolgt mathematisch mittels eines adaptiven Verfahrens. Der Erfolg der mathematischen Entzunderung kann eindrucksvoll am Verlauf des entsprechenden Temperaturmittelwertes abgelesen werden. In den Bereichen mit geringerem Zunderaufkommen liegt dieser Wert nahe der Maximaltemperatur, während die lokalen Temperaturerhöhungen durch starken Zunderbesatz keinen Einfluss auf die für die Erstarrung wichtige mittlere Temperatur haben.
Die so gewonnene Oberflächentemperaturverteilung wird zur Justage des zugrundeliegenden Prozessmodells genutzt. Darüber hinaus werden suboptimale Anlagenzustände sofort erkannt und die Entwicklung neuer Kühlstrategien erheblich vereinfacht.
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