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 Applikation an einer Stahlwerkspfanne

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Mit einer lückenlosen Pfannenverfolgung kann jederzeit der Standort und die Verweildauer von Stahlgieß- und -behandlungspfannen ermittelt und zurückverfolgt werden. Daraus ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung der Pfannenlogistik, beispielsweise zur Kontrolle des transportierten Roheisenvolumens in Torpedopfannen. Von besonderer Bedeutung ist die Pfannenverfolgung für das Pfannenwärmemodell im Stahlwerk. Mit ihrer Hilfe werden für das Wärmemodell relevante Prozesse (wie Aufheizen der Pfannen im Pfannenfeuer oder Abkühlen von leeren Pfannen durch unbeabsichtigte Standzeiten) mit ihrer genauen Dauer im Wärmemodell berücksichtigt. Ein stets aktuelles Wärmemodell ermöglicht bedeutende Energieeinsparungen durch genau an den Wärmezustand der Pfannen angepasste Prozesse (Erniedrigung der Abstichtemperatur, Verkürzung der Vorwärmung im Pfannenfeuer, kein Nachheizen der Schmelze im Pfannenofen).
Für die Pfannenverfolgung kommen passive ID-Tags zum Einsatz, die keine Energieversorgung benötigen und an den Pfannen gegen Beschädigungen geschützt angebracht werden. Die Tags sind auf hohe Einsatztemperatur und hohe Lebensdauer ausgelegt. Sie übermitteln drahtlos über einige Meter die eindeutige ID der Pfanne sowie optional ihre Temperatur.
Die Kommunikation mit den ID-Tags erfolgt über Antennen, die an allen wichtigen Stationen der Pfannen im Werk montiert werden. Die Antennen sind mit Lese- und Auswertegeräten verbunden, die die Anwesenheit von Pfannen an den einzelnen Stationen erkennen und übermitteln.
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