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Zur Vorhersage von Temperaturverlusten in der Sekundärmetallurgie und damit zur sicheren Einstellung der Gießtemperatur wird der thermische Zustand der feuerfesten Ausmauerung von Stahlgießpfannen berücksichtigt. Zur Optimierung der Pfannenwärmenutzung eingesetzte thermische Modelle werden mittels Temperaturmessungen in der Ausmauerung überprüft und eingestellt. Eine kontinuierliche Messung und direkte Kenntnis des thermischen Zustands der Stahlgießpfannen kann die Ausnutzung der im Feuerfest gespeicherten Wärme durch Verfeinerung der Modelle dazu erheblich verbessern.
Für Temperaturmessungen in den feuerfesten Ausmauerungen von Stahlgieß- und -behandlungspfannen bietet das BFI ein mobiles, mit der Pfanne reisendes Mess- und Aufzeichnungssystem an, das besonders widerstandsfähig gegen hohe Umgebungstemperaturen und gegen Vakuum ist. Das BFI unterstützt dabei die Stahlwerke bei der Anbringung der Sensoren, der Auswertung der Ergebnisse und der Anbindung des Messsystems an die Stahlwerkslogistik.
Zur Verschleißmessung in feuerfesten Ausmauerungen kommen ebenfalls Thermoelemente zum Einsatz, wobei steigende Temperatur an den Messstellen mit fortschreitendem Verschleiß des Feuerfests korreliert wird. Solche Messungen sind auch an den besonders verschleißempfindlichen Spülsteinen möglich. Damit sind beispielsweise vergleichende Verschleißbestimmungen bei Änderungen an der Steinqualität oder bei Anpassungen der Spülsteinpflegevorschriften möglich. Der Erfolg solcher Maßnahmen wird damit messbar.
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