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Eine zentrale Bedeutung bei der kosten- und qualitätsoptimalen Prozessführung aller sekundärmetallurgischen Prozesse kommt der Legierungsrechnung zu. Ihre Aufgabe ist die Bestimmung der Sorten und Mengen an Legierungsstoffe, die zur gewünschten Zielanalyse führen. Stand der Technik ist hierbei eine Auswahlstrategie, die auf einer kostenminimalen linearen Optimierung der Einsatzstoffe beruht. Diese Vorgehensweise hat den Nachteil, dass einerseits die qualitätsabhängigen und metallurgisch relevanten Einschränkungen nur unzureichend berücksichtigt werden können, und andererseits die auf Erfahrungswissen basierenden und häufig besseren Entscheidungskriterien des Bedienpersonals nicht zu integrieren sind. Zur Lösung der Aufgabe hat das BFI zunächst Modelle entwickelt, die das Abbrandverhalten der relevanten Elemente und der Einsatz- und Legierungsstoffe in jeder Behandlungsstufe beschreiben. Auf dieser Grundlage wurde ein neues Verfahren zur Berechnung der Einsatz- und Legierungsmittel entwickelt, das auf der Theorie der Fuzzy-Sets beruht. Dabei werden sowohl übergreifend alle Prozessschritte als auch die ermittelten Unsicherheiten der Abbrände berücksichtigt. Die Methode wurde bereits erfolgreich eingesetzt und hat zu deutlichen Kosteneinsparungen geführt. |