Hochdruckwasserstrahlen eines Drahtcoils

HiJetRod Pilot – Ressourceneffiziente hydromechanische Entzunderung von Draht-Coils

Ausgangssituation

  • Das Beizen von Edelstahl erfolgt in mehreren Schritten mit hohem Chemikalieneinsatz und Zeitaufwand.
  • Bei besonders schwer zu beizenden Edelstahlgüten müssen bis zu 100 % der Draht-Coils mit doppeltem Durchlauf durch die Beizlinie behandelt werden.
  • Im Vorgängerprojekt HiJetRod wurde ein Wasserstrahlverfahren zur Entzunderung von Draht-Coils entwickelt.

Projektziele

  • Zunderfreie Oberfläche nach einfachem Durchlauf durch die Beizlinie, auch bei hochlegierten Edelstahlgüten
  • Wegfall von Doppel-Durchläufen und damit mehr freie Anlagenkapazität
  • Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs des Wasserstrahlens
  • Verfahrensdemonstration in Pilotversuchen
  • Quantifizierung der Verfahrensvorteile (Zeitersparnis, geringerer Säureverbrauch)

Innovative Verfahrensansätze

  • Einsatz pulsierender Düsen für effizientere Entzunderung
  • Vermeidung von Kontaktstellen zwischen den Drähten durch neue Art der Coil-Rotation
  • Pilotversuche zur Bewertung der Effizienz einschließlich Lebenszyklusanalyse

Aktuelle Ergebnisse (Stand: 03/2018)

  • Effizienz der Entzunderung durch Hochdruckwasserstrahlen wurde in ersten Pilotversuchen für 13 Edelstahlgüten gezeigt.
  • Pulsierende Düsen zeigen im Labortest bessere Entzunderung als Flachstrahldüsen. Für den Einsatz in Pilotanlagen muss ihr Anfahrverhalten verbessert werden.
  • Durch einen modifizierten Drehdorn können Kontaktstellen zwischen den Drähten vermieden werden.
  • Zur Konzeptentwicklung für das Wasserrecycling wurde der Prozess mittels SIMBA# abgebildet.

Ausblick

  • Pilotversuche mit optimierten Flachstrahldüsen für breite Auswahl von Edelstahl-Coils, Bestimmung von Entzunderungsleistung, Ressourcenverbrauch und Wartungsaufwand
  • Life Cycle Assessment zur Verfahrensbewertung
  • Anwendungsbereiche und Übertragbarkeit des Hochdruck-Wasserstrahlens

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