Schematische Darstellung eines digitalen Zwillings und seiner Funktionalitäten und internen Kommunikation

PROTEUS-RS – Optimierung der Qualität von Langprodukten durch Nutzung verbesserter eigenspannungsminimierender Prozessstrategien

Situation:

  • Während des Walzens, Richtens und thermischen Verarbeitens von Langprodukten entstehen Eigenspannungen, die die Materialeigenschaften der Produkte beeinträchtigen. Durch den stattfindenden Spannungsabbau kommt es zu Materialverzug. Die zugrundeliegenden Mechanismen sind nach wie vor nicht ausreichend erforscht.

Lösung:

  • Erarbeitung einer verbesserten Prozessstrategie und -regelung unter Verwendung prädiktiver Variablen.
  • Entwicklung eines hybriden Prozessmodells, das verbesserte physikalische Prozessmodelle und datenbasierte statistische Modelle umfasst.
  • Implementierung eines digitalen Zwillings der gewalzten Langprodukte.
  • Entwicklung von Soft-Sensoren für eine verbesserte Prozesssteuerung.

Betrieblicher Nutzen:

PROTEUS-RS trägt damit zu einer verbesserten Produktqualität bei und ermöglicht darüber hinaus eine sehr gute qualitäts- und kundenspezifische Produktverfolgung. PROTEUS-RS leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit bestehender Produktionsanlagen. Damit werden auch innovative Stahlsorten verarbeitet werden können bei gleichzeitiger Erfüllung der immer anspruchsvolleren Kundenanforderungen. Damit wird ein Beitrag geleistet zur Gewährleistung der technologischen Führungsrolle der europäischen Stahlindustrie.

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