Wasserstoff für die CO2-arme Stahlerzeugung

Reallabor H2Stahl – Wasserstofftechnologien zur schrittweisen Dekarbonisierung der Stahlindustrie

Zielsetzung des vom BFI koordinierten Reallabors H2Stahl ist eine weitreichende Umstellung der Stahlindustrie auf Wasserstofftechnologien. Dadurch sollen in Duisburg, dem größten europäischen Stahlstandort, die CO2-Emissionen gemindert und ein bedeutender Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden.

In den fünf Jahren Projektlaufzeit wollen die Projektpartner Wasserstoff bei der Herstellung von Roheisen im industriellen Hochofen einsetzen. Kohlenstoff als Reduktionsmittel wird hierbei teilweise ersetzt, sodass mittelfristig eine CO2-Minderung von ca. 20% am Hochofen erwartet wird. Damit ausreichend Wasserstoff zur Verfügung steht, wird im Rahmen des Projektes eine Pipeline-Infrastruktur vor Ort ausgebaut.

Parallel wird das H2Stahl-Team die Direktreduktion demonstrieren. In einer Versuchsanlage soll der Einsatz von wasserstoffreichen Gasen sowie eisenoxidhaltigen Einsatzmaterialien bei der Direktreduktion erforscht werden. Das BFI wird Betreiber dieser Direktreduktions-Versuchsanlage und übernimmt hauptverantwortlich die zugehörigen Forschungsarbeiten.

Mehr Informationen zu H2Stahl und ein ausführliches Projektporträt finden Sie hier.

 

Projektleiter: Dipl.-Ing. Michael Hensmann Mail: michael.hensmann@bfi.de Tel: +49 211/98492-206
Stellvertretende Projektleiterin: M.Sc. Theresa Overbeck theresa.overbeck@bfi.de Tel.: +49 211 98492-212

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