BFI HR-Server

BFI HR-Server – Interaktive Analyse hochaufgelöster Daten

Ausgangssituation:

Durch den Einsatz moderner Messsysteme fallen bei der Produktion von Flachstahlprodukten in zunehmendem Maße hochaufgelöste (HR) Daten entlang der gesamten Prozesskette an. Diese Daten werden in werksweiten Qualitätsdatenbanken abgelegt, die für einen bandweisen Zugriff optimiert sind.
Um systematische Probleme in der Produktion aufdecken zu können, genügt es jedoch nicht, einzelne Bänder zu betrachten. Eine überlagerte Betrachtung vieler Bänder ermöglicht eine wesentlich schnellere und zielgenauere Suche nach möglichen Fehlerursachen.
Liegen außerdem mehrere Prozessschritte zwischen der eigentlichen Messung der Qualitätsgröße (z.B. Oberflächenfehler) und der verursachenden Anlage, so müssen die Qualitätsdaten zunächst virtuell durch die Produktion „zurückgewickelt“ werden, um sie überhaupt mit den Anlagendaten vergleichen zu können. Dieser Schritt lässt sich mit bestehenden Datenmodellen nicht effizient implementieren.

Unsere Lösung:

Das BFI hat ein neues Konzept zur Verarbeitung großer Datenmengen in der Produktion, basierend auf einem prozessstufen-übergreifenden multi-skalen Datenmodell entwickelt. Es bietet einfachen und schnellen Zugriff auf hochauflösende (HR) Daten und ermöglicht die in-situ Aggregation von Millionen von Qualitäts- und Prozessdaten innerhalb von Sekunden. Dieses neue Konzept wurde bei thyssenkrupp Packaging Steel realisiert und erzeugte bereits von Anfang an einen erheblichen Nutzen für die Qualitätsingenieure. Während eine detaillierte Analyse von HR-Daten zuvor häufig Wochen in Anspruch nahm, um grobe Ergebnisse auf wenigen Bändern zu ermitteln, ist das neue Konzept in der Lage präzise Ergebnisse über tausende Bänder innerhalb von Sekunden zu erzeugen.
Diese Verfeinerung der Datenbasis eröffnet eine neue Dimension für die Qualitätsdatenbewertung, weil es eine sofortige und interaktive HR-Datenanalyse ermöglicht sobald ein Qualitätsproblem auftritt.

Unsere Leistung:

Der HR-Server wird unabhängig von der bestehenden IT-Infrastruktur installiert. Über verschiedene Importdienste können dann produktionsbegleitend HR-Daten aus anderen Systemen übernommen werden. Hierbei kann auch eine existierende Materialverfolgung berücksichtigt werden, um Daten durch die Produktion transformieren zu können.
Ein browserbasiertes Nutzerinterface ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugriff auf die HR-Daten ohne weitere Softwareinstallation. Präzise Filtermöglichkeiten der Eingangsdaten unterstützen den Nutzer bei der Fehlersuche und ermöglichen einen schnellen Überblick über das gesamte Produktionsspektrum.

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