Reallabor H2Stahl – Wasserstofftechnologien zur schrittweisen Dekarbonisierung der Stahlindustrie

Das Reallabor der Energiewende H2Stahl ist eine Kooperation zwischen dem BFI und tkSE zur Forschung an der wasserstoffbasierten Direktreduktion. Mit der Erprobung der Technologie im Pilotmaßstab in einem industriellen Umfeld wird ein bedeutender Beitrag für den Klimaschutz geleistet.
Im Rahmen des Projektes wird eine Direktreduktionsversuchsanlage errichtet und in Versuchskampagnen betrieben. Das BFI ist dabei Besitzer und Betreiber der Anlage und leitet die wissenschaftlichen Kampagnen. Die Anlage hat eine Kapazität von 100 kg/h und wird neben dem Carbon2Chem-Gelände gebaut, sodass Infrastruktursynergien genutzt werden können. Im Januar 2024 wurde der Auftrag für den Bau der Anlage an die TS Elino GmbH vergeben, um ab Mai 2027 die geplanten Versuchskampagnen zu beginnen. Das Reallabor H2Stahl ermöglicht somit die Erprobung verschiedener Einsatzmaterialien, Reduktionsgaszusammensetzungen und Betriebszustände. Die Erkenntnisse aus H2Stahl können für den Betrieb industrieller Direktreduktionsanlagen genutzt werden. Damit treibt das Projekt die Entwicklung zukunftsweisender Technologien am Stahlstandort Duisburg und darüber hinaus voran.
Vorbereitet und begleitet werden die Versuchskampagnen durch Sonderuntersuchungen. Im BFI-Technikum werden an Technikumsanlagen unter anderem das Reduktions- und Aufkohlungsverhalten sowie das Sticking der Pellets vorab untersucht. Außerdem werden begleitende Simulationen der Direktreduktion durchgeführt.

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