Revolute - Verbesserung des Walzprozesses durch Optimierung ausgewählter Schmierstoffe und digitale Texturierung

Ausgangssituation:
Beim Kaltwalzen beeinflussen die eingesetzten Schmierstoffe und die Oberflächenstruktur der Arbeitswalzen maßgeblich die Reibungsverhältnisse, den Energieverbrauch, den Walzenverschleiß und die Oberflächenqualität des Bandes. Bisher werden Schmierung und Walzentexturierung überwiegend getrennt voneinander optimiert. Dadurch bleiben mögliche Synergieeffekte ungenutzt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Produktqualität.
Projektziele:
Das europäische Forschungsprojekt REVOLUTE verfolgt das Ziel, den Kaltwalzprozess durch die gezielte Kombination nachhaltiger industrieller Schmierstoffe mit lasertexturierten Arbeitswalzen zu optimieren. Im Mittelpunkt stehen die Verringerung von Reibung, Walzkräften, Energieverbrauch und Walzenverschleiß sowie die Verbesserung der Oberflächenqualität. Die entwickelten Lösungen werden durch Labor-, Pilot- und industrielle Walzversuche untersucht und validiert.
Innovative Ansätze:
Ein wesentlicher Innovationsansatz ist die Entwicklung geeigneter nachhaltiger Schmierstoffe in Kombination mit der digitalen Lasertexturierung PDT™, mit der sich definierte Oberflächenstrukturen gezielt einstellen lassen. Die Schmierstoff-/Textur-Kombinationen werden hinsichtlich ihres tribologischen Verhaltens untersucht. Am BFI erfolgen hierzu Langzeitversuche an einem 3-Rollen-Verschleißprüfstand. Ergänzend wird ein Vorhersagemodell entwickelt, das den Rauheitsübertrag von der Walze auf das Stahlband beschreibt und die Optimierung der Texturierungsparameter unterstützt.
Nutzen für die Industrie:
Die Projektergebnisse sollen einen energieeffizienteren, ressourcenschonenderen und wirtschaftlicheren Kaltwalzprozess ermöglichen. Erwartet werden geringere Produktionskosten, längere Walzenstandzeiten, eine verbesserte Bandoberflächenqualität sowie eine Reduzierung der CO₂-Emissionen. Durch die industrielle Validierung wird die Grundlage für eine spätere Umsetzung der entwickelten Technologien in bestehenden Kaltwalzanlagen geschaffen.
Über das Projekt:
Laufzeit: 01.10.2026 – 31.03.2030
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union finanziert, aus dem Forschungsfonds für Kohle und Stahl (RFCS). Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig die Ansichten der Europäischen Union wider. Weder die Europäische Union noch die bewilligende Stelle können dafür verantwortlich gemacht werden.


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