SUPER - Nachhaltige Stahlproduktion der Zukunft durch Qualifizierung und Nachwuchsgewinnung

Ausgangssituation:
- Die europäische Stahlindustrie steht vor einer doppelten Transformation: der Dekarbonisierung der Produktionsprozesse sowie dem demografischen Wandel innerhalb der Belegschaft.
- Zur Erreichung der europäischen Klimaziele sind umfassende technologische Anpassungen erforderlich, einschließlich neuer Prozesse, Anlagenkonzepte und alternativer Energieträger.
- Gleichzeitig führt der anstehende Generationenwechsel zu einem Verlust an Erfahrungswissen, während die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte zunehmend an Bedeutung gewinnt.
- Die Branche steht daher vor der Aufgabe, ihre Attraktivität zu steigern und ihr Potenzial als wesentlicher Treiber einer klimaneutralen Industrie zu verdeutlichen.
- Parallel zur ökologischen Transformation schreitet die Digitalisierung der Produktions- und Wertschöpfungsketten voran: Sensorik, Datenanalyse und KI-basierte Systeme erfordern neue Kompetenzen und angepasste Arbeitsweisen.
- Beide Entwicklungen (Dekarbonisierung und Digitalisierung) erfordern neue Strategien, gezielte Qualifizierungsmaßnahmen und Investitionen unter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Projektziele:
- Unterstützung der Dekarbonisierung der europäischen Stahlindustrie durch den Aufbau, die Förderung und die Verbreitung von Wissen zu neuen Technologiepfaden, Prozessen und Einsatzszenarien.
- Definition von vier zentralen Technologierouten für die CO₂-arme Stahlproduktion sowie Entwicklung von neun Dekarbonisierungsszenarien bis 2050 unter Berücksichtigung von Energie- und Rohstoffbedarf.
- Förderung der Transformation der Arbeitswelt durch gezielte Maßnahmen zur Rekrutierung und Qualifizierung, insbesondere zur Gewinnung junger Talente, mit besonderem Fokus auf Gleichstellung und Nachhaltigkeit.
- Workshops, Umfragen, Webinaren und eines praxisorientierten Ausbildungs-Events („RACE“), um das Interesse an der Branche zu stärken und Wissen praxisnah zu vermitteln.
- Digitale Kommunikations- und Disseminationskanäle (Website, LinkedIn) zur kontinuierlichen Wissensvermittlung, Vernetzung und Sichtbarmachung der Projektergebnisse.
- Handlungsempfehlungen und politische Initiativen zur besseren Verknüpfung von Dekarbonisierung und Arbeitswelttransformation durch verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Innovative Ansätze:
- Anwendung einer systematischen Methodik zur Identifikation, Bewertung und Integration vielversprechender Dekarbonisierungstechnologien entlang der gesamten Stahlwertschöpfungskette.
- Entwicklung und kontinuierliche Aktualisierung von Technologie-Roadmaps und industrieller Transformationsszenarien (2030, 2040, 2050) auf Basis aktueller Forschungsergebnisse, Stakeholder-Befragungen und Rahmenbedingungsanalysen.
- Integration technologischer, wirtschaftlicher und infrastruktureller Rahmenbedingungen, wie der Verfügbarkeit von Wasserstoff, Strom und Schrott in dynamische Szenarioanalysen zur strategischen Entscheidungsunterstützung.
- Einsatz eines multidisziplinären, datengetriebenen Ansatzes zur schnellen Aktualisierung bestehender Modelle und zur Förderung von Synergien zwischen Industrie, Forschung und Politik.
Nutzen für die Industrie:
- Transparenz über aktuelle sowie zukünftige Dekarbonisierungstechnologien entlang der gesamten Stahlwertschöpfungskette zur Weiterentwicklung bestehender Dekarbonisierungs-Roadmaps.
- Unterstützung strategischer Investitionsentscheidungen durch belastbare industrielle Zukunftsszenarien bis 2050 unter Berücksichtigung technologischer Reifegrade, Energiebedarfe und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch neue Entscheidungs- und Managementansätze zur sektorübergreifenden Kopplung von Energie- und Industriesystemen.
- Verbesserung der Personalgewinnung und -qualifizierung durch die Einführung des „RACE“-Konzepts in der Stahlindustrie sowie durch die Evaluierung und Weiterentwicklung bestehender Weiterbildungsprogramme (z. B. Steelmaster, Eurosteelmaster).
- Steigerung der Attraktivität und des Images der Stahlindustrie bei jungen Talenten durch praxisorientierte Trainings, Veranstaltungen und gezielte Kommunikationsmaßnahmen.
- Unterstützung der Transformation hin zu einer digitalen, klimaneutralen und sozial nachhaltigen „Steel Industry 5.0“ durch die Verbindung technologischer, qualifikatorischer und politischer Handlungsempfehlungen.
Weitere Informationen:
Projektwebseite: https://www.project-super.eu/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/project-super/


Partner
Förderungsnummer
RFCS, Projektnummer: 101216382
Ihre Kontaktperson

61 Jonas van Bracht
+49 211 98492-282
jonas.van-bracht_at_bfi.de






