BFI VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH

BFI VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH
deutsch deutsch englisch englisch
  • Das Institut
    Das Institut. Kontakt.
  • Kernkompetenzen
    CO2-Minderung und Energieeffizienz. Digitalisierung und Prozessmesstechnik. Kreislaufwirtschaft. Prozessoptimierung.
  • Projekte.
  • Dienstleistungen
    Labor und Technikum. Hochtemperaturtechnikum. Betriebskampagnen. Minimierung von Staubemissionen und -imissionen. Modellierung Simulationsrechnungen . Geförderte Forschung und Entwicklung. Unterstützung Fördermittelverwaltung. Steuerliche Forschungsförderung. Patente und Auslizenzierung. Gutachten und Gremienarbeit.
  • Lösungen
    BFI-Planheitsmessrolle. Optische Messsysteme. Softwarelösungen.
  • Publikationen.
  • Karriere.
  • Aktuelles.

superProDR - Betrieb des Direktreduktionsprozesses mit herausragender Produktivität

Ausgangssituation:

  • Die europäische Stahlindustrie steht vor der massiven Herausforderung, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 55 % zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden.
  • Die Transformations-Roadmaps sehen vor, die bisherige Produktionskette über den Hochofen durch die Direktreduktion (DR) zu ersetzen.
  • Aufgrund der hohen Erdgas- und Strompreise in den meisten europäischen Ländern ist es jedoch schwierig, den DR-Prozess wettbewerbsfähig zu betreiben.
  • Um dem globalen Wettbewerbsdruck standzuhalten, müssen europäische Stahlhersteller ihre DR-Anlagen auf einem herausragenden Produktivitätsniveau betreiben.
  • Dies erfordert einen maximalen Durchsatz sowie hohe Temperaturen, was das Risiko für Verklebungen der Pellets (Sticking) im Ofen drastisch erhöht.
  • Gleichzeitig erzwingt die Kostenminimierung den Einsatz von qualitativ geringerwertigen und günstigeren Rohstoffen, was die Durchlässigkeit im Prozess zusätzlich beeinflusst.

Projektziele:

  • Befähigung der europäischen Stahlindustrie zum Betrieb von DR-Prozessen auf einem überlegenen Effizienz- und Produktivitätsniveau bei gleichzeitiger Vermeidung von Sticking.
  • Entwicklung neuer, hochtemperaturbeständiger Pelletbeschichtungen (Coatings) zur Verringerung des Sticking-Risikos.
  • Erarbeitung von realistischeren und standardisierten Testverfahren, um die Sticking-Neigung verschiedener Rohstoffe und Beschichtungen zu bewerten.
  • Schaffung validierter Simulationsmodelle, die das räumliche Sticking-Risiko, die Partikelbewegung und die Gasdurchlässigkeit im Prozess detailliert berechnen.
  • Entwicklung neuer Messkonzepte und digitaler Tools zur frühzeitigen Online-Erkennung von Sticking und zur optimalen Prozesssteuerung.

Innovative Ansätze:

  • Forschung an innovativen SiO2-basierten und hybriden organisch-anorganischen Silizium-Beschichtungen für Eisenerzpellets.
  • Einsatz eines hochtemperaturbeständigen, gasgeschirmten Scherzellenreaktors (Hot Shear Testing Reactor) zur realistischen Messung von Scherkräften und Sticking unter DR-Bedingungen (bis zu 1000 °C).
  • Gekoppelte DEM-CFD-Simulationen (Discrete Element Method und Computational Fluid Dynamics) zur exakten Analyse der Wechselwirkung zwischen lokaler Gasströmung, Partikelbewegung und Agglomeratbildung.
  • Überführung der komplexen CFD-DEM-Erkenntnisse in ein schnelles FEM-Modell (Finite-Elemente-Methode), das als "Soft-Sensor" für die Online-Simulation des DR-Schachtofens agiert.
  • Gleichzeitige thermochemische Berechnung der Interaktionen zwischen Eisenerz, Pelletbindemitteln und Beschichtungen mithilfe von FactSage®.

Nutzen für die Industrie:

  • Produktivitätssteigerung der DR-Anlagen um geschätzte 5 % durch die sichere Ermöglichung höherer Betriebstemperaturen.
  • Deutliche Senkung der Betriebskosten (geschätzt 10 € pro Tonne Rohstahl) durch den flexiblen und effizienten Einsatz günstigerer Rohstoffe wie Hochofen-Pellets.
  • Vermeidung von Anlagenstillständen und Prozessstörungen durch den Einsatz von Vorhersage-Tools und präzisen Frühwarnsystemen für Sticking.
  • Unterstützung der strategischen Rohstoffbeschaffung durch neue Standards, die das Sticking-Risiko anlagenspezifisch exakt bewerten.
  • Wesentlicher Beitrag zur CO2-Minderung (geschätzt 1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr bis 2035), was zusätzliche Einsparungen bei Emissionszertifikaten generiert.
  • Förderung einer digitalen, datengesteuerten Stahlproduktion, die die Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit in der EU stärkt.

Weitere Informationen:

Projektwebseite: https://superprodr.eu/

LinkedIn: SuperProDR project

Funded by the European Union under Grant Agreement Number 101216556. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.

zurück

Partner

Hüttenwerke Krupp MannesmannRINATATA GroupRuhr-Universität BochumUNIVERSITA DEGLI STUDI DI SALERNO

Förderungsnummer

RFCS, Projektnummer: 101216556

Ihre Kontaktperson

Thomas Piontek

50 Thomas Piontek

+49 211 98492-258
Thomas.Piontek_at_bfi.de

VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH
Sohnstrasse 69
40237 Düsseldorf
Germany

Folgen Sie uns:external Link. external Link.

Impressum Datenschutzhinweise Förderverein (VFaF) Kartellrecht (Leitfaden) Gleichstellungsplan AGB